Von diesem einen Pferd

Dieses eine Pferd. Kennst du es auch? Dieses eine Pferd, was dich so an deine Grenzen bringt. Dieses eine Pferd, das dich so dermaßen fordert. Dieses eine Pferd, das dich wieder und wieder nahe an die Verzweiflung treibt. Manchmal mit mehr Drama, manchmal mit weniger. Jedoch häufig äußerst emotional. Fast ist es so, als würde es deine tiefsten Themen nach oben holen. Als würde es dich triggern. Die Angst ist präsent. Mindestens aber bist du wirklich manchmal am Überlegen vielleicht doch aufzugeben und dir ein braves, liebes, immer verlässliches Pferd zu holen anstatt dich ständig dieser Herausforderung zu stellen. Oder? … mehr …

Vom Coachen und Lassen

Wenn ich mich umschaue in der weiten Welt des Web, vor allem aber im coolen Kreis der Coaches, dann hab ich manchmal den Eindruck ein richtig guter Coach bist du nur wenn du ein richtig Scheiß Leben hinter dir hast. *Anm.: Das Wort Coach mag ich eigentlich nicht, benutze es hier nur der Einfachheit halber.* Eine richtige Erleuchtung kannst du ausschließlich dann haben wenn du richtigen Müll erlebt hast. Zum Beispiel eine Depression oder einen heftigen Burnout oder Mobbing oder eine schwere körperliche Krankheit. Oder Armmut oder Missbrauch oder etwas was dem nahe kommt. Oder du hattest eben eine Zufallserleuchtung durch ein Buch oder einen Menschen oder so etwas. In jedem Fall ein einschneidendes Erlebnis, was dich verändert hat. Oder ein einschneidendes Leben aus dem du dich befreit hast. … mehr …

Von Angst und Berührung

Wenn es da etwas gibt, das sich anfühlt wie Angst, wenn da in dir eine Körperempfindung vorherrscht, die du gelernt hast als Angst zu bezeichnen, dann bleib bewusst stehen. Warte. Sei damit für einen Moment. Sei damit auch wenn du am liebsten auf dem Absatz kehrt machen und davon laufen würdest. Erlaube dir für einen Moment inne zu halten, auszuatmen und zu sein. Punkt. Sonst nichts. Tue nichts damit. Mach sie nicht weg oder verändere oder mach sie größer. Sei einfach damit. Präsent und wach. Einfach jetzt. Nimm es wahr, was du empfindest. Was dein Körper tut. Und ja, du hast Recht, wahrscheinlich ist es gar nicht so einfach in dem Moment, in dem die Angst in deinem Körper aufsteigt. … mehr …

Wenn ich doch …

Ach, wenn ich doch…! Kennst du diese Sprüche in deinem Kopf? Diese Wünsche, diese Energie von ewiger Sehnsucht nach, ja, wonach eigentlich? Wenn ich doch mehr Geld hätte, dann würde ich. Wenn ich doch mehr Freiheit hätte, dann würde ich. Wenn ich doch mehr Mut hätte, dann würde ich mein Pferd nehmen und endlich mit ihm ausreiten. Oder zumindest einen Spaziergang anpeilen. Wenn ich doch mehr Sicherheit hätte, dann hätte ich das schon lange umgesetzt. Wenn ich doch mehr Flexibilität in mir hätte, dann könnte ich all das ganz leicht verändern. … mehr …

Vom Herbst

Es ist Herbst. Herbst ist bunt. Herbst ist Vergänglichkeit. Herbst ist Zeit der Stille. Zeit der Einkehr. Und auch Zeit der Winde und Stürme. Und wenn du ein Pferd hast oder mit Pferden zu tun, dann weißt du vielleicht, dass Herbst auch eine recht aufregende Zeit ist. Oftmals erwacht in den Pferden eine Art Wanderlust und sie verlassen vielleicht mal auf ungeplantem Weg die Koppel. Außerdem ist der Herbst die Zeit des veränderten Lichtes. Die Sonne steht tief und mit ihr erwachen die Gespenster. Seltsame, unbekannte Schatten auf dem Boden, Rascheln im Gestrüpp. All das gibt Anreiz zu einer erhöhten Anspannung, wodurch wiederum der Reiter mal auf ungeplantem Weg den Pferderücken verlässt. … mehr …

Von Schmerz und Ohnmacht

Es gibt Tage und Wochen in denen habe ich keine Inspiration oder keine Priorität etwas zu schreiben. Und dann gibt es Wochen wie diese, da sprudelt es über. Ich habe ständig Gedanken und EInfälle und kann immer wieder etwas in Worte fassen. Heute ist es 21:54 Uhr, ich sitze in eine Decke gewickelt auf meiner Terasse und genieße die Nachtluft. Na gut, noch ist es Abend, aber so ziemlich gleich ziemlich finster. Das erste Mal seit über neun Jahren bin ich zwei Tage alleine zu Hause. Wie Urlaub am eigenen Platz. Lass das mal wirken. … mehr …

Was kann ich tun wenn ich das Gefühl habe mein Pferd mag mich nicht?

Als ich ein Kind war hab ich mich das ganz oft gefragt: Ob mich mein Pferd wohl gerne hat? Und ob es wohl weiß, dass es „mein“ Pferd ist. Ich habe diese Fragen auch unablässig meiner Mutter gestellt. Sie gab mir immer Bestätigung, dass das natürlich so sei, was mich im ersten Schritt sehr glücklich machte. Dennoch blieben Zweifel übrig. Denn, und das weißt auch du, wenn wir es nicht selbst spüren können hilft alle Bestätigung von außen wenig. … mehr …

An dir kann ich gut sein

Ich dachte immer aufgeben hat etwas Demütigendes. Ich dachte aufgeben würde mich nieder machen, klein halten und zermürben auf Dauer. Ich dachte aufgeben sei etwas Negatives, etwas Schmerzhaftes. Aufgeben wäre das Letzte was ich wollte. Und es wäre niemals etwas, was ich von meinem Pferd verlangen würde. Ich dachte aufgeben würde unser beider Beziehung schwer schaden. Denn aufgeben im herkömmlichen Sinn bedeutet doch, das mindestens einer der beiden Parteien den Körper auf irgendeine Art verlässt und somit frei zur Verfügung stellt. Sich nicht mehr wehrt, nicht mehr kämpft, nicht mehr anwesend ist. Und so auch nicht mehr mit entscheiden, mit spielen, mit dabei sein kann. Oder? … mehr …

5 Tipps für ein bewusstes Training mit deinem Pferd

Findest du dich auch manchmal wieder im Hamsterrad? Einfach funktionierend? Vor dich hin trudelnd. Machst halt. Machst auch viel was die anderen dir geraten haben. Machst einfach das, was du schon immer machst. Training halt. Dein Pferd macht vielleicht auch mit, größtenteils, aber irgendwie hast du das Gefühl es ist nicht richtig da. Du hast das Gefühl es denkt nicht mit. Du hast das Gefühl es ist gar nicht wirklich bei der Sache. Du fragst dich wie du es erreichen kannst. Du fragst dich, wie du eurer gemeinsamen Zeit vielleicht mehr Tiefe verleihen kannst. Vielleicht mehr wirkliche Gemeinsamkeit?  … mehr …