Vom Glück

Reibst du dich auf? Brennst du aus? Mühst du dich ab? War das wirklich so gedacht? Ist das, was du glaubst für dich gemacht?

Oder hast du dich verirrt, verlaufen? Du tappst im Dunkeln durch die Nacht, deine Schatten dir auf der Spur.

Deine innere Uhr übergehst du schon lange.

Die Welt steht still und trotzdem findest du nicht zur Ruhe. Findest nicht was du willst, was dich glücklich stimmt.

Du hattest gedacht, Glück sei aus Erfolg gemacht. Aber heißt Erfolg denn wirklich: Ich racker mich ab? Oder folgt er vielleicht dem Glück?

Und das wiederum ist einfach da. Du hast Zugriff darauf. Egal wie wahr das ist oder nicht. Glück wird durch dein Feuer entzündet.

Und das wiederum befindet sich in dir. Tief im Schoß deines unendlichen Seins. Es füllt deinen inneren Raum, wärmt und nährt und stärkt.

Folge dem Feuer noch ehe es erlischt. Frag was es braucht, was für dich gedacht. Lausche und staune und sieh wie es lacht.

Glück wird ab heute aus Feuer gemacht.

2021-03-01

Über Heilung

Ein Auszug aus einem Gespräch mit der Herdenchefin. Meine liebe Birta spricht und ich frage und höre zu. Das gab es lange nicht, denn auch ich vergesse manchmal zu leben, was erlebbar ist und lebe einfach vor mich hin, als wäre das Leben leblos. Ich höre nicht, ich staune nicht, ich schlafe wach und vergesse mich. Aus Langeweile. Schade um die Zeit und all das, was man erleben könnte, wenn man dem nur Raum gäbe. Nun, es ist nicht wichtig, was nicht getan, statt dessen widmen wir uns dem Geschehenen und sind jetzt aufmerksam, was diese weise Stute voller Liebe spricht. … mehr …

When the horse shows

When the horse shows his heart, you listen!

Don‘t you?

Oft gehen wir drüber. Nehmen gar nicht so richtig wahr, was los ist. Lassen es nicht an uns ran, wenn etwas drängt. Wir halten gegen. Im schlimmsten Falle machen wir alle Schotten dicht.

Manchmal oder sogar viel öfter noch bei uns selbst. Unsere eigene innere Stimme übergehen wir. Unsere Bedürfnisse lassen wir links liegen. Unsere Schatten und Lichter negieren wir. So als wären sie nicht existent. So als wären wir nicht existent.

Das ist der Punkt an dem das System krankt. Wir erwarten von uns selbst, dass wir funktionieren. Und übertragen das automatisch auf die anderen. Kinder, Freunde, Partner, … und auf unsere Pferde.

Ist das fair? Uns selbst gegenüber? Das ist die erste Frage, die ich mir stelle. Will ich das von mir verlangen? Ganz ehrlich? ….

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When the horse shows his heart, you listen!

Alles nimmt seinen Anfang bei dir selbst …

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Horse Rider Listener

Vom Fluß der Liebe

Ein Gespräch am Nachmittag mit meiner Stute, die mir so nah ist, als hätten wir seit ewig eine Verbindung. Wir hatten schwierige Zeiten und seltsame Muster, kommen uns aber näher und näher. Ich sehe sie, wenn ich aus meinem Küchenfenster schaue jeden Tag. Ich lausche ihren Worten nur zu gerne. Sie war das erste Pferd, das hörbar mit mir geredet hat. Auf die Frage, wer ich bin antwortete sie damals ganz selbstverständlich: Na, unser Mensch! Das hat mich echt wach gerüttelt. Nun heute erzählt sie von der Liebe. … mehr …

Vom Widerstand

Wenn die Zeit verfliegt und du sie anhalten möchtest, weil du nicht schaffst, was du gerne schaffen möchtest, keine Zeit für das bleibt, was dir wichtig und richtig erscheint, dann kann es passieren, dass du dagegen hältst.

Mit aller Kraft stemmst du dich gegen das Rasen der Zeit. Mit aller Kraft versuchst ein kleines Fenster zu erschaffen in dem etwas möglich wird. Mit aller Kraft hältst du die Luft an, denn vielleicht, vielleicht stoppt dann auch das Hetzen.

Wahrscheinlich wird aber alles nur schlimmer und enger und schneller und dir erscheint die Zeit noch kürzer. Nicht wahr? Je schneller du versuchst du sein, desto schneller rinnt sie dir durch deine verkrampften Finger.

Gib den Widerstand auf. Sei da. Lebe, was ist. Nur für einen Moment. Und beobachte mal wie viel Raum sich öffnet. Beobachte mal wie die Zeit dir entgegen kommt. Wie sie ebenfalls aufhört so statisch zu sein und beginnt mit dir zu fließen.

Sie ist wie ein Pferd. Wirst du weich, gibt es nach. Lässt du locker, verschenkt es sich dir. Machst du auf, macht sie Raum für was immer du brauchst. Es liegt an dir, den ersten Schritt zu machen. Bring dir dein Fließen zurück. Atme.


Horse Rider Listener – hier gehts zur Bildungsreise

Von Selbstvorwürfen

Gespräch mit dem schwarzen Meister selbst – Nasison von Oed – Als Nasison sich einloggt in meine Gedanken bin ich gerade mit meiner eigenen Abtrünnigkeit beschäftigt. Ich merke, meine eigenen Tiefen sind mir unangenehm. Ich verurteile mich selbst und denke schlecht über mich.In mir ist so einiges, dass ich nicht sein will. Ungeliebtes, Aspekte, die ich lieber abspalten würde. Aspekte, die ich lieber nicht hätte, Seiten, die ich lieber nicht leben würde. Sollte das nicht integriert werden? Geht es nicht darum, all das anzunehmen? Oder es zumindest zu akzeptieren? … mehr …

Vom Benutzen des Pferdes

Es gab eine Zeit da hab ich meine Pferde benutzt. Oder sagen wir etwas weicher ich habe sie genutzt. Aber wozu beschönigen? Im Grunde trifft es das Wort benutzen. Denn das war, was man tat „in alten Zeiten“. Pferde waren Nutztiere.

Nun, wenn ich von nutzen rede meine ich nicht, dass sie die Ernte erledigten oder Holz aus dem Wald schafften. Ich meine nicht unbedingt überlebenswichtige Dinge. Mehr eine Art Stimmungsaufheller, Glücklichmacher, Seelenklemptner.

Nach dem Motto: Ich gehe reiten. Das macht mich glücklich. Oder: ich gehe zum Pferd (denn der Edle reitet nicht) und es beschert mir zwei schöne Stunden in ach so schweren Zeiten. Ein bisschen wie Alkohol, entspannt kurzzeitig, leider macht er auf Dauer blöd im Kopf.

In jedem Fall konsumiere ich mein Pferd. Es soll etwas für mich machen. Es soll mein Leben schöner machen. Ich mache mein Glück abhängig von ihm. Ich benutze es damit es mir besser geht. Harter Tobak, das zu realisieren.

Das muss doch anders gehen, dachte ich mir. Das kann es doch nicht sein? Natürlich ist mein Leben schöner, weil mein Pferd darin ist, aber doch nicht vor dem Hintergrund des Benutzens, oder? So wollte ich nicht weiter machen … und so begann die Reise …

Wie ist das bei dir?

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Horse Rider Listener

Die Suche nach dem Mehr

Seit ich denken kann bin ich auf der Suche nach dem Mehr. Jeden Tag. Das Mehr im Meer meiner Tiefe zu ergründen. Das Kleine im Großen und das Große in ganz kleinen zu entdecken. Die Welt verstehen, das Universum drehen.

Das hört nie auf. Es macht mich nicht müde. Es macht mich wach. Ich bin ein Forscher. Manchmal verzweifelt, manchmal voller Erfolg, aber immer mit Hingabe und Sinn. Mit allen Sinnen bei der Sache. Ich kann nicht anders.

Die Pferde sind meine Gefährten. Sie führen mich zu jeder Zeit noch tiefer hinein. Sie zeigen mir Räume die ich ohne sie nicht bewandern würde. In mir selbst und in der Welt. Sie stellen mir Fragen und geben mir Antworten.

Wir sind Freunde, die ihren Weg teilen. Wir gehen zusammen, kreieren zusammen, leben zusammen. Wir sehen uns in unserem Kern, blicken uns in die Seele. Und manchmal gehen wir uns ganz schön auf die Nerven. Das kommt vor.

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Horse Rider Listener

WunderWelt

Das Wunderwerk der Welt
hält dich heut’ wach
Du lauschst dem Regen in der Nacht
Er zaubert dir ein Lächeln ins Gesicht
Zart schmilzt dein Widerstand dahin

Mit jedem Regentropfen öffnet sich
Dein Sinn für mehr
Er führt dich zauberhaft auf eine Reise
will dich und deine Wesenheiten
durch deinen wach geträumten Traum geleiten

Ein Märchen schreibt sich in dieser einen Nacht
Eins mit nem Prinz in ebensolcher Pracht
Ein bisschen Gold, ein bisschen Glanz,
ein bisschen Glitzer und ein ganz
klein bisschen Kitsch. Das braucht es jetzt.

Das Wunderwerk der Welt hat es geschafft.
Der Regen ist verstummt.
Alle Wunder sind vollbracht für heute.
Du lächelst dir verträumt entgegen
und sinkst zufrieden in dein Kissen.

Langsam dringt Licht durch deine Fenster
Ein neuer Tag beginnt
Leise hörst du wie er aus der Ferne
sein Klingen dir in deine Zellen singt.
Verheißungsvoll der Zauber seiner Stimme …

2020-12-24