Vom Coachen und Lassen

Wenn ich mich umschaue in der weiten Welt des Web, vor allem aber im coolen Kreis der Coaches, dann hab ich manchmal den Eindruck ein richtig guter Coach bist du nur wenn du ein richtig Scheiß Leben hinter dir hast. *Anm.: Das Wort Coach mag ich eigentlich nicht, benutze es hier nur der Einfachheit halber.* Eine richtige Erleuchtung kannst du ausschließlich dann haben wenn du richtigen Müll erlebt hast. Zum Beispiel eine Depression oder einen heftigen Burnout oder Mobbing oder eine schwere körperliche Krankheit. Oder Armmut oder Missbrauch oder etwas was dem nahe kommt. Oder du hattest eben eine Zufallserleuchtung durch ein Buch oder einen Menschen oder so etwas. In jedem Fall ein einschneidendes Erlebnis, was dich verändert hat. Oder ein einschneidendes Leben aus dem du dich befreit hast.

All das gibt dir die nötige Glaubwürdigkeit sagen zu können: Ich verstehe dich, Kunde. Ich kann nachempfinden, was du empfindest. All das erschafft in deinem Leben die nötige Erfahrung um anderen auch aus der Krise helfen zu können. Gut. Das wiederum verstehe ich. Das kann ich nachvollziehen. Auch weil ich vielleicht gerne jemanden vor mir habe, der sagt, „Bei mir war das genauso, ich hab es so oder so gelöst. Ich habe x und y probiert und bei dir kann das vielleicht auch helfen. Ich habe auf Grund meiner Erfahrung folgende Methode entwickelt. Ich habe auf Grund meiner Erfahrung folgende Übung angewandt.“ Und so weiter. Möglicherweise fühle ich mich dann dort gut aufgehoben. Möglicherweise.

Okay. Was ist aber, wenn du das alles nicht hast? Was ist wenn dein Leben bisher einfach echt gut lief? Was ist wenn du im Grunde genommen immer glücklich und zufrieden warst tief in deinem Herzen? Was ist, wenn nichts, aber auch gar nicht in deinem Leben schief ging, so sehr schief, dass du es als Krise bezeichnen könntest? Was ist, wenn dein Leben einfach unfassbar nett zu dir ist und das eigentlich immer? Und selbst wenn etwas, das wie eine kleine Katastrophe aussehen könnte für dich gar nichts ist? Macht dich All das dann zu einem schlechten Coach? Oder bist du dann vielleicht einfach total ungeeignet als Coach? Oder eben gar keiner?Automatisch kein Coach, weil keine Krise. Oder könnte es sein, dass all diese Bilder von Coaches, die gezeichnet werden möglicherweise auch nur übertrieben dargestellt sind? Könnte es sein, dass jeder nur seinen Schmerz den er hatte betont um zu verkaufen, wie toll er sich aus der Krise gerettet hat? Oh, das nur als kleine Provokation am Rande … Also zurück zur Frage: Was ist wenn du nie eine Katastrophe, einen greifbaren Schmerz hattest, den du transformieren musstest und dadurch eine Inspiration sein kannst? Wie kannst du dich dann als Coach bezeichnen? Geht das dann überhaupt?

Was wäre wenn du dennoch ein wunderbarer Coach oder Trainer sein könntest? Was wäre wenn es keine Krise braucht um geschliffen worden zu sein? Was wäre wenn es außerhalb dieser Vorstellung einen weiten, stillen Raum gibt, den du öffnen kannst? Was wäre wenn du vielleicht als jemand der vom Leben Gutes erfährt mit Sanftheit im Herzen einen Raum bieten kannst in dem sich jeder andere in Ruhe erfahren kann? Was wäre wenn du die Einladung an alle wärst, die sich mit dir und deiner Energie verknüpfen wollen? Was wäre wenn du der Richtige/die Richtige wärst? Möglicherweise weil genau das nicht stattgefunden hat in deinem Leben? Weil du mit so einer Unbedarftheit im Leben bist, die für viele ein Geschenk sein kann.

Die Angst von der ich immer spreche, sie findet zu einem großen Teil in meiner Vorstellung statt. Was nicht bedeutet, dass ich keine Körperempfindungen dazu habe. Mein Körper reagiert wie ein wilder. Mein Körper tut so, als wäre das alles real. Viel schlimmer für mich sind aber die Gedanken, die dann ja wiederum meinem Körper sagen es sei real. Dieses ewige Karussell in meinem Kopf, das sich dreht und dreht und mir in einer Tour dieselben verworrenen Filme einfährt. Was alles passieren kann, was wäre wenn, was ist wenn es etwas macht (das Pferd)? Und so weiter. Dem kein Gewicht mehr zu Verleihen, das ist meine größte Übung. Für mich. Und einfach mit dem schönen, zugewandten Leben fortzufahren. Alle Geschenke mit offenem Herzen zu empfangen. Und das klappt tatsächlich immer besser. Je mehr ich mich dem zuwende. Je mehr ich mich auch wieder dir zuwende. Klingt komisch, ist aber so.

Bei den meisten Coaches, bei denen ich bisher war hat mich tatsächlich selten die Methode, die Übung oder die Geschichte des Coaches angezogen. In den allermeisten Fällen war es einfach die gesamte Energie. Ich fand es anziehend. Die Energie hat mich gefangen und das war der Grund, warum ich gebucht habe. Nicht weil das was gesagt wurde mich berührt hat oder weil ich die Methode vielversprechend fand. Nein. Es war einfach ein Gefühl. Ein Wissen. Dort muss ich hin. Manchmal sogar ohne irgendetwas darüber zu wissen. Das waren die besten Entscheidungen. Und zu den Übungen und Methoden muss ich sagen: Selten dass eine Methode für mich passte. Selten, dass etwas eins zu eins zu übernehmen war. Letztlich habe ich zusammen gesammelt was für mich stimmt und so ein Potpourri aus Tools geschöpft. Verändert und ungemein bereichert hat mich einfach der Kontakt mit der jeweiligen Person und deren Energie, im Grunde völlig egal worum es ging oder was gesagt wurde. 

So ist das bei mir. Und ich bin tatsächlich auch jemand der sich eher ungerne helfen lässt. Ums so wichtiger ist es für mich nach der Energie zu gehen und dem Impuls zu folgen. Denn den Großteil der Zeit die der Kurs dann dauert bin ich damit beschäftigt auszusortieren, was für mich passt und was nicht. Und diese Zeit möchte ich dann tatsächlich bewusst und guten Gewissens gewählt haben. Und zwar aus dem Organ, von dem ich mich am liebsten führen lasse. Meiner Intuition. Oder ist es mein Herz? Oder mein Bauch? Nenn es wie du möchtest. In jedem Fall ist es nicht mein Kopf. Ich habe übrigens auch so Pferde gekauft 😉 halte mich für verrückt, aber ja das tue ich. Nach Foto und Gefühl. Guten Gewissens und mit großem Erfolg. 

Jetzt weißt du ungefähr was in mir vorgeht. Allerdings natürlich nur als Ausschnitt von etwa 1100 Wörtern. Die Masse an Gedanken gezählt auf die Minuten ist ja kaum zu beschreiben 😉 aber du kannst dir vielleicht etwas mehr eine Vorstellung davon machen, wie ich gerne als Coach oder Trainer oder was auch immer man für ein Wort dafür sagen will – Lehrer? – gefunden werden möchte. Oder dich als Mensch finden und ansprechen will. Das Leben ist schön. Kannst du es sehen? Es ist ein Geschenk. Und das sind wirklich keine leeren und abgedroschenen Worte. Spür das mal. 

Alles Liebe * Verena

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