Melodie

Melodien in meinem Ohr
Der Klang scheint heilsam

Die Worte sind bedacht gewählt
Oder kamen durch die Nacht

Sie singen mir das Lied
Welches für mich geschrieben

Ach wär ich doch noch dort geblieben
Glückseligkeit umfängt mich

Mit jedem neuen Ton dringt es dichter
Wird lauter noch und enger

Die Melodie sie zieht mich tief hinein
Will nirgends sonst, nie mehr
woanders sein

2021-03-09

Nur ein Moment

Nur ein Moment. Ein Augenblick.
Die Länge eines Atemzugs aus großer Sicht.

Viel länger bleiben wir hier nicht.

Und doch und jeder Logik wohl zum Trotz
nehmen wir uns ach so wichtig.

Wir reden groß und denken klein.
Wir handeln wild, parieren.
Wir marschieren im Takt.

Nur leider nicht dem unseren. 
Nicht dem der unserer Erde Gutes tut.
Nicht dem der dem Gesamten dient.

Ein Takt der vorgegeben, auferlegt. 
Einer der uns diktiert, was wir uns glauben wollen. 
Einer der das Herz an letzter Stelle setzt.

Kein Wunder, dass es sich verletzt.
Wenn es ständig aus dem Rhythmus fetzt. 
Das Herz, das Leben in uns hinein pulsiert.

Jeden Moment. In jedem Augenblick.
Ist immer jetzt und jetzt und jetzt.

Die Länge eines Atemzugs aus großer Sicht. 
Viel mehr sind wir nicht.

Und auch nicht weniger. 
Ein Teil des Großen und des Ganzen.
Im Gesamten eingebunden, still und freigeliebt. 

Denn das Herz ist letztlich das was siegt. 

2021-03-06

WunderWelt

Das Wunderwerk der Welt
hält dich heut’ wach
Du lauschst dem Regen in der Nacht
Er zaubert dir ein Lächeln ins Gesicht
Zart schmilzt dein Widerstand dahin

Mit jedem Regentropfen öffnet sich
Dein Sinn für mehr
Er führt dich zauberhaft auf eine Reise
will dich und deine Wesenheiten
durch deinen wach geträumten Traum geleiten

Ein Märchen schreibt sich in dieser einen Nacht
Eins mit nem Prinz in ebensolcher Pracht
Ein bisschen Gold, ein bisschen Glanz,
ein bisschen Glitzer und ein ganz
klein bisschen Kitsch. Das braucht es jetzt.

Das Wunderwerk der Welt hat es geschafft.
Der Regen ist verstummt.
Alle Wunder sind vollbracht für heute.
Du lächelst dir verträumt entgegen
und sinkst zufrieden in dein Kissen.

Langsam dringt Licht durch deine Fenster
Ein neuer Tag beginnt
Leise hörst du wie er aus der Ferne
sein Klingen dir in deine Zellen singt.
Verheißungsvoll der Zauber seiner Stimme …

2020-12-24

Neue Welt

Als sich die Welt veränderte und in sich zerbrach
Blieb alles still

Der Sturm fegte über das Land
Draußen tobte das Chaos

Der Weg zurück war versperrt
Nichts war mehr wie es vorher war

Und die Menschen verstummten
für einen Moment

Sie lauschten ihrem eigenen Herzschlag
Sie warteten und ruhten

Sie erfanden ihre eigenen Lieder
Und begannen neue Geschichten zu erzählen

Mit jeder einzelnen Geschichte
formte sich ein Teil der Welt neu

Sie erstrahlte im Glanz der Hoffnung aller
Ihr Pulsieren nährte sie alle

*

2020-12-22

Rad der Zeit

Das Rad der Zeit steht still
In deinem Kopf kreisen Gedanken
Wie Wolken wirbeln sie sich auf
Und verschwinden

Leer
Du atmest
Einfach so, sonst ist da nichts

Und da schon wieder
Ein Gedankenstrom der Dich durchdringt
Ein Lied erklingt
Dann Stille, Ruhe, einsam erscheint,
was sonst so selbst gewählt
dich nährt und füllt.
Bist durchdrungen, eingehüllt
von losen Worten die durch deinen Geiste irren.

Du atmest.
Und wieder ist da nichts.
Seufzend lässt du dich nieder
Sinkst in der Kissen Dankbarkeit

Das Rad der Zeit steht ewig still.
Es hat sich nie gedreht.

Was wenn alles was dir echt erscheint
sich durch dich niemals erlebt?

2020-12-19

Ordnung

Ein Hürde auf dem Weg
erweist sich nach genauerer Betrachtung
als Absprung.

Und weg bist du.
Schneller als du denkst
hast du den Rahmen gesprengt.

Den alten Rahmen der Emotionen
die dich fluten jeden Tag.
Was bleibt ist ein Schlag ins Gesicht.

Du wachst auf, schüttelst dich,
streckst und reckst dich, rückst dich
zurück ins richtige Licht.

Es fällt dir schwer.
Die Verwirrung wiegt schwerer als sonst.
Gefühlt.

Seufzend nimmst du den Kurs wieder auf.
Richtest dich auf, steigst die Stufen hinauf
und du springst.

Der Fall wird zum Flug.
Innerhalb eines Momentes ändert sich alles.
Schwerelos gleitest du.

Alles ist in seiner Ordnung.
Alles ist wie es sein soll.
Alles ist gut.

2020-12-18

Gestalten

Im Licht des neuen Tages erscheint
was gestern noch bunt und laut
heute grau und leise.

Still zieht das Neue seine Kreise
sucht Farbe und Sinn
und einen Ort zum Wurzeln schlagen.

In ihm hinterlässt es Fragen
nach dem Weg und dem Tor,
die zum Glück führen.

Und bist du ganz da
dann kannst du es spüren.
Es ist immer da.

Ganz gleich welcher Sturm um dich tobt
und egal welchen Aufstand es probt.
In dir drin ist es ruhig und gewahr.

Es ist immer da.
Es ist bunt und was immer du willst.
Es ist laut oder leise oder brav oder wild.

Der Tag erscheint grau doch er lässt sich gestalten.
Er lässt sich bemalen, lebendig beschallen,
mit Farben und Klängen, Gefühlen und Glück.

Seine Wurzeln führen zu dir zurück.
Stück für Stück formst du
was zu dir gehört.

2020-12-17

Dunkel

Manchmal verdunkelt der Nebel das Land
Manchmal trägt er das Licht
in seinem Tempo durch die Welt
Nicht greifbar für uns

Verwirrt bleiben wir zurück

Manchmal sieht es so aus
als würde das Licht vom nichts verschlungen
Es hat ganz kurz noch um sein Dasein gerungen
Doch dann gab es auf

Es stirbt in sich selbst hinein

Manchmal scheint selbst alle Hoffnung verloren
Leere macht sich breit und Sinnlosigkeit
Nichts wird in sich selbst geboren
Dunkler und dunkler und düster die Zeit

Was bleibt ist Stille

Und aus dem kleinsten Samen kann
Etwas großes erwachsen vielleicht
Du öffnest die Hand und aus ihr empor steigt
Deines Wunsches letzte Wahl

Dein Funke erhellt dieses Dunkle

*

Staunend heißt du ihn willkommen.

*

2020-12-16

Menschlein #1

Ganz oft schon hab ich mich gefragt
ob die Welt so wie sie war
noch existieren kann und soll.

Vieles war doch zweifelhaft
und das Meiste nicht so toll.
Zumindest hat sich das
in unserer Haltung ausgedrückt.

Der Mensch, er geht gebückt durchs Leben.
Lässt andre über sich entscheiden,
macht sich zum Sklaven seiner selbst
oder seinem Wunsche nach Befriedigung.

Er beutet aus, sich selbst und die Natur,
aus der er stammt und zu der er kehrt zurück.
Im Grunde ist er pur, wie sie.
Das hat er einfach nur vergessen.

Zu diesem Unglück kommt hinzu,
dass des Menschen Innerstes geblendet ist.
Er glaubt, dass Glücklichsein an dicken Konten
zu bemessen ist.

So hetzt er. Jeden Tag aufs Neue.
Dem hinterher. Verteidigt sich mit Bauernschläue
vor seinem Spiegelbild. Gibt vor.
Und bemerkt nicht den Zerfall.

Was in ihm stirbt, stirbt leise, ohne viel tammtamm.
Doch durchzieht es gänzlich alles
von der Wurzel bis zum Stamm.

Leise vergiftet Menschlein innerlich.
Zieht sich zurück, wird klein und kleiner,
wirkt wirklich säuerlich.

Aufblasen funktioniert nicht mehr.
Das Leben, es trägt ihn nicht auf Flügeln,
die Atemluft wird schwer.

Menschlein strampelt, zappelt, zuckt.
Und ihm wird klar, die Welt so wie sie war,
sie existiert nicht mehr.

… to be continued…

2020-12-03