Von Angst und Berührung

Wenn es da etwas gibt, das sich anfühlt wie Angst, wenn da in dir eine Körperempfindung vorherrscht, die du gelernt hast als Angst zu bezeichnen, dann bleib bewusst stehen. Warte. Sei damit für einen Moment. Sei damit auch wenn du am liebsten auf dem Absatz kehrt machen und davon laufen würdest. Erlaube dir für einen Moment inne zu halten, auszuatmen und zu sein. Punkt. Sonst nichts. Tue nichts damit. Mach sie nicht weg oder verändere oder mach sie größer. Sei einfach damit. Präsent und wach. Einfach jetzt. Nimm es wahr, was du empfindest. Was dein Körper tut. Und ja, du hast Recht, wahrscheinlich ist es gar nicht so einfach in dem Moment, in dem die Angst in deinem Körper aufsteigt.

Das ist mir bewusst. Ich weiß, wie überwältigend das sein kann. Ich weiß wie sehr man unbedingt eine Reaktion herbei führen will. Wie sehr der Körper auf Reaktion gepolt ist. Ohne auch nur für eine Sekunde zu zögern. Rückzug!!! Alles geht auf Rückzug! Alle Zellen auf Lähmung! Oder wenn es ganz schlimm kommt auf Angriff. Die verschiedenen Reaktionsmuster auf Angst brauche ich dir glaube ich nicht zu erläutern. Entweder hast du sie selbst erfahren und beobachtet oder du kannst sie mit Sicherheit irgendwo nachlesen. Es gibt sicher tausende Quellen dafür. Mir geht es um etwas anderes. Mir geht es mehr um den Moment dazwischen. Der Moment bevor du, na sagen wir eher dein Körper, dein System auf Reaktion geht.

In diesem Moment könntest du inne halten. Du könntest das trainieren. Du könntest dir Raum schaffen indem du genau dort, genau an diesem Punkt einhakst und das Muster der Angst erst einmal stoppst. Du bemerkst und sagst: „Wow! Okay! Da ist sie. Auf dich hab ich gewartet. Herzlich Willkommen. Schön dass du da bist. Nimm dir n Keks und mach es dir bequem.“ (Mit etwas Humor lässt es sich wahrscheinlich generell viel leichter leben *zwinker*) Du hast sie abgeholt. Du hast dich abgeholt. Und rate, was in dem Moment passiert? Die Angst verliert massiv an Brisanz. Und somit auch an Präsenz. Du hast sie entmachtet. Weil du dich ihr zugewandt hast. So einfach? Ja. Tatsächlich so einfach für s Erste.

Jetzt sagst du: So einfach kann das überhaupt nicht sein! Niemals kann ich mit so schwerer Angst so leicht und leichtfertig umgehen. Vielleicht magst du es einfach mal testen. Vielleicht einfach in deiner Vorstellung. Vielleicht einfach ohne dich erstmal großartig in einer „realen“ Angstsituation zu befinden. Vielleicht erstmal nur als Kino in deinem Kopf und in deinem Körper. Teste es. Und schau was passiert.

Weißt du ich glaube, solche Angstgefühle brauchen eine wirklich sanfte Behandlung. Etwas das niemals mit Druck geschieht. Vielleicht ein bisschen Humor. Vor allem mit sich selbst. Ein bisschen Verständnis. Vor allem mit sich selbst. Ein bisschen Mitgefühl. Vor allem mit sich selbst. Und gleichzeitig braucht es auch Neugier einen vielleicht anderen Umgang damit zu erforschen. Ja, das braucht es. Also schon den Wunsch und die Gewissheit zur Veränderung. Ein Umfeld, in dem man sich wohl fühlt. Ein Umfeld, in dem man Lust hat auf Entdeckungstour zu gehen. Und mach dir bewusst, dass was das angeht Aufregung eine andere Sache ist als Angst. Also, direkt die Frage:

Ist es Aufregung oder ist es Angst? Spür mal rein, was den Unterschied macht.

Das ist die eine Sache. Die andere Sache ist die, ist es nicht tatsächlich oft so, dass wir glauben Angst haben zu müssen? Ist es vielleicht so, dass wir Angst haben vor der Angst? Dass wir warten auf die Angst? Dass wir die Angst erwarten? Und dann schon gleich gelähmt sind, weil wir quasi schon vor-reagieren? Ist der lateinische Begriff dafür dann Prä-agieren? Keine Ahnung, aber ich sollte wohl ernst bleiben. Was mir ja eher schwer fällt, wie du weißt. Nun, also, wir erwarten die Angst. Was kann in diesem Fall also hilfreich sein? Was kann ich verändern?

Ich könnte es für möglich halten, dass ich etwas anderes erlebe. Ich könnte es für möglich halten, dass es in dieser Situation ein anderes Erleben gibt. Ich könnte den Raum offen halten in meinem Geist für mögliche Überraschungen vom Leben. Also was, wenn ich gar keine Angst erleben würde sondern vielleicht Neugier, Gewissheit und Innigkeit? Oder was auch immer ich mir wünsche zu erleben? Würdest du dir erlauben so etwas für möglich zu halten? Würdest du so sanft und gut zu dir sein, dir das zu erlauben? Würdest du dir erlauben dir vorzustellen, dass du etwas anderes außer Angst erleben könntest? Würdest du deinen Geist, deine Vorstellung so öffnen, dass wieder viel mehr möglich ist? Vielleicht sogar alles?

Manchmal braucht dieser ängstliche Raum wirklich eine zarte, eine sanfte Berührung. Eine feine, leise Führung. Eine Idee eines Vorschlags von einem Hauch von nichts. Und das vielleicht viele, viele Male. So sanft wie es nur geht. Niemals mit Gewalt oder Überzeugungskraft oder Druck. Die Schritte so klein wie möglich. Die Geduld so groß wie das Universum. Keine Erwartung und nichts was diese Sanftheit zersplittern lässt. Sie wird stark werden, die Sanftheit wird sich verwurzeln mit jedem Moment in dem sie Gewissheit erfährt. Auf welcher Ebene auf immer. Manchmal braucht Angst eine wirklich sanfte Berührung. Immer wieder.

Alles Liebe * Verena

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